Mit dem Frühling beginnt auch wieder das Wachstum von Heil- und Gewürzkräutern mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Sie gedeihen nicht nur im Garten, sondern auch am Fensterbrett. Würzkräuter sind ein wichtiger Bestandteil von raffinierten, geschmackvollen Speisen und sollten in keiner Küche fehlen! Sie machen Gerichte aromatisch und besser verdaulich. Wer seine Gewürzkräuter selbst im Garten oder in Töpfen auf der Fensterbank, bzw. Terrasse anbaut, kann sicher sein, dass sie unbelastet von Schadstoffen sind. Zudem verbreiten sie neben der wunderbaren Optik einen zarten Duft in ihrer näheren Umgebung. Als Speisenwürze verbreiten frische oder getrocknete Kräuter Raffinesse, als Badezusatz wirken sie entspannend oder belebend. Mit selbst angesetzten Kräuterölen kann man seinen Körper verwöhnen und im wohltuenden Duft schwelgen. Sowohl Würz-, als auch Heilkräuter sind "Sonnenanbeter", allerdings bevorzugen sie die Morgen- und Abendsonne. Sie benötigen viel Licht und Wärme, damit sie gesund und stark wachsen können, müssen daher regelmäßig - immer wenn sich die Pflanzerde trocken anfühlt - gegossen werden. Ihre Bodenansprüche sind gering, Wind mögen sie nicht so gerne. Zum Gießen verwendet man am besten abgestandenes, weiches Wasser - oder noch besser...Regenwasser.  Zeigen sich gelbe Blätter, ist dies meist ein Hinweis darauf, dass die Kräuter umgetopft werden wollen oder unter Nährstoffmangel leiden. Lavendel, Salbei und Rosmarin kürze ich je ein Drittel im Herbst und dann nochmal im Frühling. So wachsen sie wieder kräftig. Der Lavendel muss vor der Winterkälte mit Reisig geschützt werden!

 

KÜCHENKRÄUTER:

 

Lorbeerblätter: ihre Wirkung ist scharf und erhitzend. Für Suppen, Eintöpfe, Saucen, Fleischgerichte. Sie reinigen, entgiften und fördern die Durchblutung, regen die Nierenfunktion an .

Majoran: scharf, erhitzend, schleimlösend. In der Küche eignet sich Majoran für alle Gerichte. Gut bei Erkältung und hohem Kapha. Stärkt die Blase und die Harnwege!

Petersilie: scharf, bitter, erhitzend. Suppen, Saucen, Fleischgerichte. Lindert Krämpfe, gut bei Nieren-/Gallensteinen, Ödemen und Drüsenschwellungen

Basilikum: scharf, erhitzend. Für Fleisch-, Fisch und Eintopfgerichte. Beseitigt Kapha aus Lunge und Nase, kräftigt das Nervengewebe (Schlafstörung, Angstzuständen) , steigert das Gedächtnis. Senkt Fieber, wirkt Artritis und Rheumatismus entgegen. Auch bei Schnecken sehr beliebt ;-) !!

Kümmel: regt die Verdauung an; löst Schleim, Krämpfe und Blähungen. Bei Galle- und Leberbeschwerden. Sauerkraut, Eintopf, Fleischgerichte und Topfenaufstriche. Wird er um Johanni (24.6.) mittags geerntet, ist er besonders heilkräftig! Vor der Verwendung im Mörser etwas anstoßen, damit sich die ätherischen Öle gut entfalten können. Gedeiht nicht neben Fenchel!

Rosmarin: scharf, bitter. Für Wildgerichte, Geflügel, Schweinefleisch Suppen und Gemüse.  Erhöht den Blutdruck! Sehr gut gegen Kopfschmerzen, Gicht und Rheuma.

Bohnenkraut: scharf, erhitzend. Sehr gutes Suppen- und Fleischgewürz, Saucen. Wirkt Magenbeschwerden rasch entgegen. Strapazierte Füße lieben ein wohltuendes Fußbad mit diesem Kraut!

Liebstöckel: zum Würzen von Suppen, Fleisch- und Fischgerichten, Kräuterbutter.

Dill: schmerzstillend. Zum Verfeinern von Saucen, Fisch und Fleischspeisen. Gurkensalat,  Dillkartoffeln oder Fisolen mit Sauerrahm und Dill schmecken hervorragend!

Thymian: scharf, erhitzend. Wirkt appetitanregend und schmeckt sehr lecker in Suppen, Saucen, Eintopfgerichten, auf der Pizza und bei Geflügel-, Rinder- oder Lammfleisch

Löwenzahn: bitter, scharf, erhitzend. Für Salate oder Gemüse. Zur Behandlung von Galle- und Leberbeschwerden. Verdauungsfördernd!

Schnittlauch: erhitzend, scharf. Salate, Brotbelag, Fisch- und Fleischgerichte, Aufstriche, Suppen

Gelbwurz (Curcuma): bitter, scharf, zusammenziehend. Eine Prise davon gehört meiner Meinung nach in jedes Essen! Natürliches Antibiotikum, blutreinigend, magenstärkend, gegen Dickdarmentzündungen, regt die Neubildung des Blutes an, uvm!

Kerbel: für Suppen, Saucen, Fisch- und Lammgerichte, Topfenspeisen oder einfach nur auf die Eierspeise

Koriander: herb, bitter. Zum Verfeinern von Saucen, Suppen, Salaten (die Blätter), Wild- und Fischgerichte. Aber auch Marmeladen und Kompotten verleihen zerstoßene Korianderkörner einen feinen Geschmack!

 

KRÄUTERSALZ:

zerkleinerte Kräuter zu gleichen Teilen: Thymian, Rosmarin, Dill, Liebstöckel, Bohnenkraut, Lorbeerblätter, Kerbel, Majoran. Meersalz oder Steinsalz

 

MASSAGEÖL:

Mandelöl, Gänseblümchen, Rosmarin, Lavendelblüten. Die Kräuter in ein Glas füllen, mit Öl bedecken, das Glas verschließen und an einen hellen Ort (nicht in die direkte Sonne!) stellen. Täglich gut durchschütteln und nach ca 3-4 Wochen durch ein Baumwolltuch seihen und die Kräuter gut auswringen. Der Massagegenuss kann beginnen :-)