Kaum ist der Schnee durch die warmen Sonnenstrahlen geschmolzen, strecken auch schon die ersten Frühlingskräuter und Frühlingsblumen ihre frischen Spitzen aus der Erde und schenken uns Freude! Es ist schon erstaunlich was ganz nebenbei in diesen Pflanzen für wertvolle Substanzen enthalten sind - sie sind auf natürliche Weise "Alleskönner". In Teeaufgüssen, Brotaufstrichen, Salaten und Suppen verhelfen sie uns zu Wohlbefinden und kulinarischem Genuss.

Kräuter werden immer zu Beginn ihrer Blütezeit geerntet! Entweder am späten Vormittag, oder am frühen Abend bei trockenem Wetter.

GÄNSEBLÜMCHEN - was die alles können....

Sie sind nicht nur lieblich anzuschauen und blitzen weiß-gelb-rosa aus der Wiese, sondern in ihnen stecken viele Fähigkeiten:

appetitanregend, blutreinigend, harntreibend (daher gegen Ödeme, Nieren-, und Blasensteine!), krampfstillend, hautreinigend. Ebenso wirksam gegen Gicht, Rheumatismus, Verstopfung und Darmentzündung. Dieses kleine Blümchen ist ein richtiger Tausendsassa!

Neben der Teezubereitung eignen ich die Gänseblümchen auch für leckere Brotaufstriche und Salatbeigaben! Für die äußerliche Anwendung, z.B. bei Hautausschlägen, kann man eine Tinktur herstellen.

LÖWENZAHN - die Pusteblume... aber nicht ausschließlich zur Freude der Kinder...

Es gibt fast keine Wiese, wo er nicht zu finden ist. Die Bienen freuen sich über den süßen Nektar und wir freuen uns über die leuchtenden Farbkleckse auf der Frühlingswiese!

Beim Löwenzahn können sowohl die Blätter, als auch die Blüten sehr gute Verwednung finden. Aus den Blüten kann ein wohlschmeckender Sirup hergestellt werden, der wie Honig gegessen wird. Mit den leicht bitter schmeckenden grünen Blätter können Salate verfeinert - und Pestos oder Brotaufstriche zubereitet werden! So wie bei jeder Speisenzubereitung kann man sehr kreativ sein und die einzelnen Kräuter mischen!

Löwenzahnblätter stärken die Leber und die Nieren. Durch ihren bitteren Geschmack wirken sie reinigend, sind zudem auch blutbildend. Gute Dienste erweist der Löwenzahn auch gegen Rheuma und Gicht!

HUFLATTICH - wird manchmal mit dem Löwenzahn verwechselt

Auch er blüht sehr früh in frischem Gelb. Doch er hat mehr zu bieten: entzündungshemmend, antibakteriell, gegen Darmentzündung und Durchfall, Heiserkeit, Husten, Bronchitis, Gastritis, Augenentzündung, Venenentzündung, Pickel.

GUNDELREBE - der Bodendecker, den nicht jeder Gartenbesitzer liebt; zu unrecht...

Der Gundermann, wie dieses Heilkraut auch genannt wird, hat kleine, zarte violette Blüten und ist sehr anspruchslos.

Bei Hauterkrankungen ist diese kleine Rebe sehr heilsam; wirkt entzündungshemmend, stoffwechselfördernd und schleimlösend. Bei Blasenschwäche, Husten und Schnupfen wird der Gundermann sehr geschätzt. In Frühlingsaufstrichen sollte auch er nicht fehlen. Hautcremen und Tinkturen können damit hergestellt werden, aber auch Kräutersalz und Kräuterbutter - mmmh, lecker - und dazu noch gesund!

 

Fleischspeisen lassen sich mit Frühlingskräutern auch bestens verfeinern, z. B.  eine wohlschmeckende Soße für Medaillons!

Nützen Sie die Kräfte der Natur!